Diesen Artikel habe ich erst gestern... oder halt vorgestern gelesen, samt Antworten natürlich.
Mit mir im Haushalt lebt eine absolute Leseratte (21), die mir heute noch vorwirft, ich habe ihr manche Bücher
(damit meint sie v.a. jenes:
Sie behauptet heute noch steif und fest, dass sie 7 oder so war, als ich es ihr gab. Ich verwehre mich regelmäßig dagegen! Sie hätte recht. 7? Das wäre schon arg früh!)
viel zu früh ans Herz gelegt.
In ihrer Schulzeit wurde ich regelmäßig darauf aufmerksam gemacht, ich müsse ihr beibringen, dass "Lesen unter der Bank" nicht erwünscht ist.
Jedenfalls:
Sie las.
Richtig eingefangen wurde sie bei der Harry Potter- Welle und, was mir gar nicht so gefallen hat, damals, bis zu dem Weihnachten, an dem ich ihr "Hermine-das-kann-ich-Tropfen" (selbsterfunden natürlich) in einem hübschen Flacon und direkt vom Christkind angeliefert unterschummelte.
Die Tropfen hielt sie für echt und auf einmal besserten sich in der Schule ihre Noten...
Manchmal heiligt der Zweck die Mittel.
Sie liest immer noch. Viel. Unmengen.
Der andere Hausmitbewohner... männlich (18) war so schwer zum Lesen zu bewegen, dass ich aufgegeben hatte.
Vorgelesen habe ich beiden.
Meiner Tochter mehr. Meinem Sohn weniger, aber immerhin.
Bei meinem Sohn hatte ich bis heute (Und das in dem Zusammenhang mit diesem Artikel! Was für eine schöne "Fügung") eigentlich immer das Gefühl, dass er sich nicht freiwillig in seinem Leben mit einem Buch auseinandersetzen wird.
Nunja, freiwillig war es auch nicht, aber:
Heute kam er von der Schule nach Hause und legte mir ein Buch, Schullektüre, vor die Nase mit den Worten:
"Da, Mama, lies das."
Das waren schon viele Worte für einen Achtzehnjährigen, an die Mutter gerichtet.
A long way Down von Nick Hornby.
Tja.
Es (be)rührte mich, dass er mir ein Buch zum Lesen vorlegte, es berührte mich noch mehr, welches.
Nick Hornby, der Name sagt mir ja was, aber:
"Himmel, es gibt soooo viele Bücher!",
also habe ich eben jenen obigen Link zwecks Kurzinfo angeklickt und könnte... könnte...
Könnte jetzt mal lesen gehen!
Eindeutig Drittens scheint angesagt!
Das Leben ist voller Überraschungen!
PS: Vom Goldenen Kompass schwärmt die Tochter übrigens auch!