Ohne damit zu viel zu verraten, in meinen Augen hat Tarantino mit "The Hateful Eight" ein sehr gutes Remake von "The Thing" (1982) gedreht. Nicht augenscheinlich, aber die Filme haben viel mehr gemeinsam als nur den bärtigen Kurt Russell.
Ich erweitere den Beitrag mal sukzessive um ein paar Fundstücke, zum Beispiel um diese Kritik aus der am wenigsten provinziellen Zeitung in Deutschland, der FAZ. Zitat:
"Tarantinos neuer Film feiert seine blutigen Orgien im Reich der Affekte, des Horrors und Splatters, während der Regisseur behauptet, etwas Substantielles zur Frage der Rassenbeziehungen beizutragen."
Ich liebe es, wenn Rezensenten bereits in ihrer Kritik das eigene Unvermögen zugeben, zum Beispiel, wie in diesem Fall, sich kein kreatives Hirn vorstellen zu können, in dem beides, Darstellung von Gewalt + Rassismuskritik, sehr gut zusammenfinden.
Gewaltorgien in Filmen sind also per se substanzlos? Alles, was in den letzten Jahren den Öffentlich-Rechtlichen die Zuschauer gestohlen hat, all das ist also kulturell uninteressant? Breaking Bad, Game of Thrones, Sons of Anarchy, Fargo, usw. also keinen Deut besser als die Schwarzwaldklinik, und außerdem viel zu brutal!
Irrtum: der gerade verstorbene Wolfgang Rademann, "Erfinder" (warum eigentlich nicht "Entwickler"?) von Schwarzwaldklink und Traumschiff bekommt von der FAZ immerhin das Etikett "Universal-Genie" posthum verliehen.
Ich bin hier noch nicht fertig ...
Was das Bild damit zu tun hat? So hätte damals vielleicht ein Plakat für die Aufführung der "Hassvollen Acht" ausgesehen.
Hier spricht Tarantino über die Gemeinsamkeiten der beiden Filme: