Ein Beitrag von James Altucher, in dem ich viel gefunden habe, was in mir widerhallt.
"I don't care" klingt erst einmal danach, dass man sich auch nicht um andere kümmert, darum geht es hier aber gar nicht. Es gibt unheimlich viele Dinge, die uns täglich anschreien und Aufmerksamkeit wollen. Werbung und Spammails lassen sich wunderbar ausblenden, auch darum geht es nur zweitrangig.
Es geht vielmehr darum, ein Bewusstsein dafür zu entwicklen, ob man für wirklich Agent für jede Idee, die an einen herangetragen wird, werden möchte, die Idee weiterträgt, und sei es nur, dass man ihr zustimmt. Delfine und Hunde auf Facebook retten, klingt nach einer guten Sache. Den Brexit verdammen, die raffgierigen Banker verfluchen. Da kann man nichts falsch machen, und man bekommt obendrauf noch etwas Liebe von den anderen, die der gleichen Meinung sind. Letzteres scheint mir mittlerweile ein starker Antrieb geworden zu sein, eine Meinung zu haben.
Höchste Zeit also, auch mal zu sagen: Ist mir egal. Das ist nicht verantwortungslos oder herzlos, sondern notwendig und wichtig, um in regelmäßigen Abständen seine Welt mal wieder auf die Bedeutungslosigkeit eines Stecknadelkopfes zu schrumpfen. Alles andere könnte einen in den sicheren Wahnsinn treiben.
Die Frage, ob mir was egal sein darf, scheint mir hier übrigens die uninteressanteste Frage. Wer sollte einem darauf eine Antwort geben können?